Zukunftsplanung

Nach mehr als vier Wochen ist es wohl mal wieder an der Zeit für ein Lebenszeichen. Dass es auf diesem Blog in der letzten Zeit verhältnismäßig ruhig war, liegt sicherlich auch daran, dass es im Verein ruhig ist. Ein besseres Zwischenzeugnis kann es für einen kleinen Aufsteiger nach über zwei Dritteln der Saison wohl kaum geben.

In Aalen war sogar mehr drin

Auch nach der Winterpause sammelt die Mannschaft weiterhin fleißig ihre Punkte, im Jahr 2018 gab es bislang erst eine Niederlage. Das Spiel in Zwickau war zwar nicht gut – doch wer gewinnt, hat recht. Wesentlich besser war dagegen wieder das Gastspiel bei den heimstarken Aalenern. Dem VfR waren die Personalprobleme zwar anzumerken, es war dennoch bemerkenswert, wie tief der Gegner insbesondere in der zweiten Hälfte stand und dem SVM oftmals den Ball überließ. Der Punkt war letztlich hochverdient, manch einer ärgerte sich nach dem Abpfiff wohl eher darüber, dass es nicht gleich derer drei wurden. Die waren möglich – doch das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Für Ärger sorgt derzeit leider nur der Platz im Emslandstadion. Es wäre schon eine mittelschwere Sensation, wenn das Spiel gegen Jena am Samstag stattfinden kann. Zwei ausgefallene Spiele in Serie und die Bilder des Platzes sorgen auch bei der Konkurrenz für Häme. Das ist durchaus nachvollziehbar, nur wem soll man hierbei einen Vorwurf machen? Die Gründe liegen aufgrund fehlender Rasenheizung und dem unbedingten Zwang, das Spiel gegen Hansa stattfinden zu lassen, nunmal auf der Hand. Wenigstens wirft das Derby bereits seine Schatten voraus.

Noch etwas weiter entfernt als das Gastspiel in Osnabrück ist die kommende Saison. Nichtsdestotrotz darf, ja muss man sich als Meppener mit der kommenden Spielzeit beschäftigen. Ja, der Klassenerhalt ist rechnerisch noch nicht gesichert. Ja, man sollte demütig bleiben und nicht vergessen, wo man herkommt. Aber angesichts von 36 Punkten nach 25 Spielen und einem Vorsprung von 14 Zählern auf die Abstiegsränge sowie derer bisheriger Punkteausbeute kann man wohl mit Fug und Recht sagen: Der SV Meppen wird auch in der Saison 2018/2019 in der 3. Liga spielen.

18 Spieler sind über den Sommer hinaus gebunden

Dafür die Weichen zu stellen, daran arbeitet der Verein bereits seit Monaten. 18 Spieler aus dem aktuellen Kader haben einen Vertrag für (mindestens) die kommende Saison. Abgesehen von Nico Granatowski – und den ausgeliehenen Fabian Senninger und Mike-Steven Bähre – sind sämtliche Stammspieler über den Sommer hinaus gebunden. Darunter mit Thilo Leugers, Marcel Gebers und Marius Kleinsorge absolute Leistungsträger sogar bis 2020. Spieler, die sicher auch bei anderen Vereinen mit besseren Mitteln unterkommen könnten. Zuletzt verlängerten auch noch Thorben Deters und Markus Ballmert.

Das ist – drei Monate vor Saisonende – eine herausragende Zwischenbilanz seitens der sportlichen Leitung.

Natürlich ist es im Fußball keine Neuigkeit, dass bestehende Verträge nicht zwingend bedeuten, dass sämtliche Spieler auch im nächsten Jahr das SVM-Trikot tragen. Wer weiß, ob nicht doch möglicherweise ein Zweitligist ernsthaftes Interesse an Benjamin Girth bekundet? Einen Wechsel würde ihm bei solch einer Möglichkeit wohl niemand verdenken. Und klar ist: Andere Vereine müssten für ihn oder andere Spieler in die Tasche greifen.

Vorteil bei Verstärkungen

Viel wichtiger ist: Das Grundgerüst für die kommende Spielzeit steht bereits. Und genau das mitsamt der guten aktuellen sportlichen Situation kann auch bei der Suche nach Neuzugängen enorm helfen. Dass es punktuelle Verstärkungen geben sollte, wird man sicherlich auch bei der sportlichen Leitung so sehen.

H.N.

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