Hoch und weit bringt nix

Nun gut. Nach fünf Minuten hatten wir auf dem Zettel, dass Janik Jesgarzewski und Fabian Senninger bei eigenem Ballbesitz weit aufrücken, während sich Thilo Leugers wahlweise zwischen oder neben die Innenverteidiger schob, um so im Aufbauspiel eine Dreierkette zu bilden und mehr Spieler vor den Ball zu positionieren. Wir hätten in dieser Weise gerne weitergeschrieben.

Sieg auf dem Fuß

Doch was dann folgte, war ernüchternder als eine Woche bei den Anonymen Alkoholikern. Der SV Meppen versuchte das Spiel zu machen, während der Tabellenletzte aus Erfurt defensiv tief und diszipliniert stand. Bis zur Halbzeit wurde mehr Diagonal gespielt als bei einer Vier-Gewinnt-WM. Zur Pause war dann aber allen Anwesenden klar: Hoch und Weit bringt mehr Sicherheit, sonst aber auch gar nichts ein. Die Mannschaft war mit der Aufgabe, das Spiel über 90 Minuten gestalten zu müssen, auch aufgrund der Bedingungen, überfordert.

In der zweiten Halbzeit versuchte es der SVM deshalb variabler, und behielt die Kugel häufiger am Boden. Das führte zwar zu mehr Zufallsszenen, aber auch zu gut herausgespielten Chancen. Benni Girth und Max Kremer hatten den Sieg auf dem Fuß – immerhin: gegen das Schlusslicht zeigte der SVM deutlich, dass er qualitativ wesentlich stärker drauf ist. Auch wenn davon heute zu wenig zu sehen war.

Ein Spiel, das niemanden erwärmte

Zusammengefasst, eine labbrige Brühwurst unter warmen Ketchup, gereicht an alkoholfreiem Bier in einer Eiseskälte. Dazu ein Spiel, das niemanden erwärmte und die gutgelaunte Gewissheit, dass es trotzdem – irgendwie – Spaß gemacht hat und wir immer noch in der 3. Liga spielen. In diesem Sinne: Haken hinter.

T.A.

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